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Ausflug Kaub


Kaub im ehem. Freistaat Flaschenhals

Unterhaltsamer Ausflug in den ehem. Freistaat Flaschenhals

Interessant, lehrreich und unterhaltsam war der Jahresausflug des CDU-Stadtverbandes Weißenthurm, der bei schönstem Spätsommerwetter durch das Mittelrheintal nach Kaub führte.

Zunächst gab Rolf Papen in Weißenthurm in kurzem, sehr lebendigem Vortrag eine Einführung in die Zeit Napoleons mit ihren Bezügen auf die europäische Geschichte und ihren Auswirkungen auf unsere Heimat, die wie das Gebiet links des Rheins offiziell zu Frankreich gehörte. Das änderte sich wieder nach der Besiegung Napoleons.

So war unser Raum immer wieder Schauplatz großer kriegerischer Auseinandersetzungen, wie beim Rückzug der napoleonischen Truppen aus Russland und den darauf folgenden Niederlagen gegen siegreiche Heere, in denen die Truppen aus Russland, Österreich und Preußen die Hauptrolle spielten.

Ein wichtiges Ereignis in diesem Krieg gegen Napoleon war der überraschende Übergang preußischer Truppen über den Rhein am 1. Januar 1814 in Kaub unter General Blücher.

Nach einem kleinen Mittagsimbiss startete der Bus nach Kaub. Auch während der Fahrt steuerte Papen interessante Details bei zu den zahlreichen Burgen im „Weltkulturerbe oberes Mittelrheintal“ und vergaß auch nicht, darauf hinzuweisen, wie durch den von den Teilnehmern immer wieder bemerkten Lärm der zahlreichen Güterzüge die Rheingemeinden beeinträchtigt werden.

Erstes Ziel in Kaub war natürlich das Blücherdenkmal am Rheinufer. Ein Besuch des Blüchermuseums und ein Gang durch die historische Altstadt rundeten das Besichtigungsprogramm ab, bevor man sich in gemütlicher Runde zu Weinprobe und Imbiss im Weingut „Zur Pfalz“ traf.

Der junge Winzer Peter Bahles führte mit Sachkenntnis und Humor durch die Probe und steuerte seinerseits ein skurriles Detail zur Heimatgeschichte bei: der „Freistaat Flaschenhals“.

Als nach dem ersten Weltkrieg Franzosen und Amerikaner am rechten Mittelrheinufer Brückenköpfe bildeten, lagen Kaub, Lorch und weitere Gemeinden außerhalb ihrer Zirkelschläge und waren von 1919 bis 1923 Niemandsland. Mit rheinischer Pfiffigkeit machten die Einwohner das Beste daraus und verwalteten sich selbst.

Bei der Heimfahrt war man sich einig: Geschichte so kurzweilig dargeboten an Schauplätzen in so herrlicher Landschaft war ein Gewinn für alle Teilnehmer. In ihrem Namen dankte Vorsitzender Werner Schumacher Rolf Papen für die kompetente und engagierte Gestaltung des Ausflugs.

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